Schulordnung der Musikschule Unterföhring e.V.

Musikschule Unterföhring, Stand Februar 2025

Die Aufgabe der Musikschule ist es, Kinder, Jugendliche und Erwachsene an die Musik heranzuführen, Begabungen frühzeitig zu erkennen und individuell zu fördern.

Die Musikschule Unterföhring e.V. ist eine Einrichtung im Sinne der

„Verordnung über die Führung der Bezeichnung Singschule und Musikschule (Sing- und Musikschulverordnung)“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht undKultus vom 17. August 1984. Sie erfüllt deren Anforderungen an den fachlichen Aufbau, die

Grundfachverpflichtung für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter, die Fächerbreite im Instrumentalunterricht, die Qualifikation und das Beschäftigungsverhältnis des Lehrpersonals, die Ordnung des inneren Betriebs und die soziale Gebührengestaltung. Für den Unterrichtgelten die Lehrpläne des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM).

Die Musikschule Unterföhring e.V. gliedert sich in folgende Abteilungen:

  1. Musikalische Grundfächer (§ 1)
  2. Instrumentalunterricht (§ 2)
  3. Vokalunterricht (§ 3)
  4. Ensemblefächer (§ 4)
  5. Förderklasse, Studienvorbereitender Unterricht (§ 5)
  6. Ergänzende Einrichtungen (§ 6)

§ 1    MUSIKALISCHE GRUNDFÄCHER

Die Musikalischen Grundfächer gliedern sich in:

  • Eltern-Kind-Gruppen zur Frühförderung (1)
  • Musikalische Früherziehung ab 4 Jahren (2)
  • Grundfachunterricht (3)
  • Inhalte der Elementaren Musiklehre (4)
  1. Eltern-Kind-Gruppen

Der Unterricht wird in Gruppen von bis zu 12 Kindern und einem Elternteil einmal wöchentlich erteilt. Abweichende Regelungen mit der Schulleitung sind möglich. Die Eltern-Kind-Gruppen wenden sich an Familien mit Kleinkindern von 0 Monaten bis 3 Jahren. Dieser frühe Unterricht soll Kindern und Erwachsenen vor allem Freude bereiten und in die Welt der Musik einführen.

Die Kinder kommen jeweils mit einem Elternteil in den Unterricht. Die Einteilung erfolgt nach pädagogischen und organisatorischen Gesichtspunkten.

Die Eltern-Kind-Gruppen ersetzen nicht die Musikalische Früherziehung.

  1. Musikalische Früherziehung

Der Unterricht wird in Gruppen von bis zu 12 Kindern einmal wöchentlich erteilt.

Abweichende Regelungen mit der Schulleitung sind möglich. Die Kurse der MFEdienen als Voraussetzung für den späteren Instrumental- und Vokalunterricht.

Die Musikalische Früherziehung beinhaltet insbesondere:

  • Bewegungsspiele
  • Singen und Sprechen
  • Bewusstes Hören
  • Instrumente spielen
  • Möglichkeiten für die Kinder, Aktivitäten selbst zu gestalten
  1. Grundfachunterricht (Musikalische Grundausbildung)

Der Grundfachunterricht (FlötenKIDS, VocalKIDS und PercussionKIDS ) dient der Vorbereitung auf den Instrumental- und Vokalunterricht und wird als Eingangsstufe für Kinder im Grundschulalter eingerichtet.

Er dauert 1 Jahr.

Abweichende Regelungen sind im Einvernehmen mit der Schulleitung möglich.

  1. Inhalte der Elementaren Musiklehre

Die Elementare Musiklehre bereitet den weiterführenden Unterricht in der Musikschule vor.

Sie beinhaltet insbesondere:

  • Singen und Elementare Musikübung (Haltung, Stimmbildung, Liedpflege)
  • Rhythmisch-musikalische Erziehung (Bewegung, Rhythmusgefühl, Notenlehre)
  • Gehörbildung (Tonhöhenvorstellung)
  • Einführung in die Allgemeine Musiklehre, Instrumentenkunde und Musikgeschichte

Die Gestaltung der Kurse richtet sich an den jeweiligen Erfordernissen aus.

§ 2    INSTRUMENTALUNTERRICHT

  1. In den Instrumentalunterricht werden aufgenommen
  • Kinder, welche die Musikalische Früherziehung oder einen Schwerpunktbereich derMusikalischen Grundausbildung mindestens ein Jahr lang besucht haben.

Über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung.

  • Jugendliche und Erwachsene
  1. Die Schüler werden bei der Instrumentenwahl beraten.
  2. Der Unterricht wird bei Anfängern (1.-4. Grundschulklasse) in Kleingruppen bis zu 3 Schülern erteilt.

Im Übrigen kann auch Einzelunterricht erteilt werden.

Die Gruppen sollen nach Alter und Vorbildung so zusammengestellt sein, dass diebesonderen Qualitäten des Gruppenunterrichtes genützt werden können.

Über die Einteilung sowie erforderliche Änderungen während des Schuljahres entscheidet die Schulleitung.

  1. Im Instrumentalunterricht sind in der Regel nebeneinander zwei Bereiche zu berücksichtigen. Der Schüler muss erlernen:
    • Die Grundlagen, die Begriffe und die Fachsprache der Musik
    • Die Spieltechnik des von ihm gewählten Instruments

§ 3    VOKALUNTERRICHT

  1. In Kooperation mit der Grundschule Unterföhring gibt es Singklassen für die ersten beiden Jahrgangsstufen mit z.Zt. einer Wochenstunde je Klassenstufe (45 min).
  2. Gesangliche Weiterbildung bis zum Sologesang oder Chor
  3. Der Unterricht wird nach fachlichen Erfordernissen als Einzel- oder Gruppenunterricht eingerichtet.
  4. Die Regelungen für den Vokalunterricht unterliegen denselben Bestimmungenwie für den Instrumentalunterricht (siehe § 2).

 

§ 4    ENSEMBLEFÄCHER

  1. Ensemblefächer dienen dem Musizieren in der Gemeinschaft, insbesondere Sing- undSpielkreise, Instrumentalgruppen, Orchester, Kammermusik, Chor oder Gesangsensemble.
  2. Fortgeschrittenen Schülern kann der Besuch eines bestimmten Ensemblefachesempfohlen werden.
  3. Ein Ensemble setzt sich mindestens aus 4 Teilnehmern zusammen, soweit keine gesonderten Zugangs– und Unterrichtsbedingungen festgelegt wurden.

§ 5    FÖRDERKLASSE/ STUDIENVORBEREITENDER UNTERRICHT

  1. Die Förderklasse bietet interessierten und besonders begabten Schülern eine vertiefte Musikausbildung. Die Musikschule übernimmt die Kosten für eine Viertelstunden-Aufstockung der bisherigen Unterrichtszeit (von 30 min auf 45 min, bzw. von 45 min auf 60 min).

Über die Zugangsvoraussetzung entscheidet die Schulleitung unter Einbeziehung der Fachlehrkraft.

  1. Der studienvorbereitende Unterricht bereitet Studierwillige auf die Aufnahmeprüfungan einer Ausbildungsstätte für Musikberufe vor. Der studienvorbereitende Unterricht umfasst mindestens vier Wochenstunden mit folgender Fächerkombination


 

  1. Instrument (45 Min. Einzelunterricht)
  2. Instrument (45 Min. Einzelunterricht) Theorieunterricht

Ensemblefach (60 Min. Gruppenunterricht)

Die Instrumentalfächer sollen so zusammengestellt sein, dass sie an einer Ausbildungsstätte für Musikberufe als Haupt -und Nebenfach weiterbelegt werden können.

Statt einem der beiden Instrumente kann auch Gesang oder ein anderes für das Weiterstudium geeignetes Fach gewählt werden.

Die Pflichtbelegungsfächer können nach besonderen Erfordernissen auch anderweitig zusammengestellt werden.

Über die Belegung weiterer Fächer im studienvorbereitenden Unterricht entscheidet die Schulleitung.

Die Aufnahme in den studienvorbereitenden Unterricht erfolgt im Wege einer besonderen Vereinbarung.

Die Aufnahme setzt eine Empfehlung der Schulleitung auf der Grundlage einesausführlichen Gutachtens der Fachlehrkraft und einer praktischen Aufnahmeprüfung (in der Regel ein Vorspiel) voraus.

Der Eintritt in den studienvorbereitenden Unterricht soll in der Regel nicht vor dem 14. Lebensjahr erfolgen.

Der Verbleib darin soll vier Jahre nicht überschreiten.

Ein Ausschluss oder ein freiwilliges Ausscheiden des Schülers aus dem studienvorbereitenden Unterricht ist aus fachlichen Gründen zum Schuljahresende möglich.

Eine Entscheidung der Schulleitung ergeht nach Anhörung der Fachlehrer, dergesetzlichen Vertreter und des betroffenen Schülers.

§ 6    ERGÄNZENDE EINRICHTUNGEN

Ergänzende Einrichtungen sind Angebote, welche wegen ihrer besonderen inhaltlichen,strukturellen, organisatorischen oder finanziellen Formen und Erfordernisse in den Rahmen der Abteilungen 1 bis 5 nicht eingefügt werden sollen oder können.

Hierzu gehören auch Angebote im Tonstudio, Instrumentenbau, Ballett, Tanz, Rhythmik, Darstellendes Spiel, Musiktheater, Medienarbeit, oder Fortbildungsseminare.

Die Zugangs- und Unterrichtsbedingungen werden jeweils gesondert festgelegt.

Schuljahr

Das Schuljahr der Musikschule beginnt am 1. September und endet am

31. August des darauffolgenden Jahres.

Die Feriendauer und die unterrichtsfreien Feiertage richten sich in der Regel nach den fürdie allgemeinbildenden Schulen in Bayern geltenden Bestimmungen.

Unterrichtsdauer

  1. Die Unterrichtszeit wird innerhalb der Möglichkeiten der Musikschule nach fachlichen Erfordernissen von der Schulleitung festgelegt.

Der Unterricht wird grundsätzlich montags bis freitags erteilt.

  1. Die wöchentliche Unterrichtszeit beträgt in der Regel:
    • In den Grundkursfächern 45 Minuten
    • Im Gruppenunterricht 45 oder 60 Minuten
    • Im Einzelunterricht 30, 45 oder 60 Minuten
    • In Ensemble- und Ergänzungsfächern 45 oder 60 Minuten

Beendigung des Unterrichtsverhältnisses

  1. In den Musikalischen Grundfächern gelten die ersten drei Unterrichtsmonate als Probezeit, zu deren Ablauf das Unterrichtsverhältnis mit Einhaltung einer Frist von 14 Tagen zum Ende der Probezeit gekündigt werden kann.
  2. Nimmt ein Schüler in den übrigen Fächern Unterricht bei einem Lehrer, bei dem er bisher keinen Unterricht hatte, so gelten die ersten drei Monate als Probezeit, zu deren Ablauf das Unterrichtsverhältnis mit Einhaltung einer Frist von 14 Tagen zum Ende der Probezeit gekündigt werden kann.
  3. Der Unterrichtsvertrag wird grundsätzlich nur für ein Schuljahr geschlossen.

Die Verträge müssen bis zum 31.5. jeden Jahres durch die Schüler/Erziehungsberechtigten erneuert werden.

  1. Eine Kündigung während des Schuljahres ist nur aus wichtigen Gründen mit einer Frist von vier Wochen zum Ende eines jeden Monats möglich. Sie muss schriftlich begründet werden. Die Kündigung kann nur schriftlich erfolgen.

Die Schulleitung entscheidet über die Zulässigkeit des Antrags.

  1. Die Musikschule kann aus zwingenden personellen, räumlichen oder anderen organisatorischen Gründen das Unterrichtsverhältnis ausnahmsweise vorzeitig beendigen oder unterbrechen.
  2. Stört ein Schüler den Unterricht über einen längeren Zeitraum und bleiben Ermahnungen erfolglos, so kann der Schüler von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen werden. DasFernbleiben vom Unterricht und der Ausschluss von der Schule befreien nicht von der Zahlung der Gebühren.

Verhinderung

Kann ein Schüler am Unterricht nicht teilnehmen aus Gründen, die nicht imVerantwortungsbereich der Schule liegen, hat er keinen Anspruch auf Nachholung des Unterrichtes.

Unterrichtsausfall

Bei Unterrichtsausfall durch Erkrankung der Lehrkraft und falls keine (fachübergreifende) Ersatzlehrkraft gestellt werden kann, besteht Anspruch auf Rückerstattung desUnterrichtsentgeltes von der dritten in Folge ausgefallenen Stunde an.

Unterrichtsstätten/Aufsicht

  1. Der Unterricht findet ausschließlich in den von der Schulleitung angewiesenen Räumen statt.
  2. Eine Aufsicht besteht nur während der vereinbarten Unterrichtszeit. Die Aufsicht beginnt und endet im Unterrichtsraum.

Veranstaltungen/Bild und Schallaufzeichnungen

  1. Die Veranstaltungen der Musikschule sind, einschließlich der hierfür erforderlichen Vorbereitungen, Bestandteil des Unterrichts. Die Teilnahme der Schüler kann durchdie Schulleitung oder Fachlehrer gefordert werden.
  2. Die Musikschule ist berechtigt, im Unterricht und in ihren übrigen Veranstaltungen Bild- und Schallaufzeichnungen herzustellen und für ihren Eigengebrauch sowie ihreSelbstdarstellung zu verwenden. Eine Vergütungsverpflichtung besteht nicht.

Öffentliches Auftreten/Prüfungen

Meldungen zu Wettbewerben sowie Prüfungen in den an der Musikschule belegten Fächern, sollen der Schulleitung vorher mitgeteilt werden.

Instrumente

  1. Grundsätzlich soll der Schüler bei Beginn des Instrumentalunterrichts im Besitz des zu erlernenden Instrumentes sein. Die Musikschule vermietet Instrumente im Rahmen ihrer Bestände.
  2. Die Überlassungszeit beträgt höchstens 1 Jahr und kann auf begründeten Antrag verlängert werden.
  3. Überlassene Instrumente und Zubehör sind nach Anweisung der Musikschule auf Kosten des Schülers bzw. seiner gesetzlichen Vertreter zu pflegen und instand zu halten. Über Einzelheiten der Pflege hat sich der Teilnehmer bei der Lehrkraft zu informieren. MitReparaturen dürfen nur von der Musikschule benannte Firmen beauftragt werden.
  4. Für Verlust oder Beschädigung haften die Schüler bzw. ihre gesetzlichen Vertreter nach den gesetzlichen Bestimmungen.
  5. Instrument und Zubehör dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.

Bescheinigung

Am Ende eines Schuljahres kann auf Wunsch eine Bescheinigung über den Besuch der Musikschule ausgestellt werden.

Diese kann mit einer fachlichen Beurteilung verbunden werden.

Gesundheitsbestimmungen

Beim Auftreten ansteckender Krankheiten sind die allgemeinen Gesundheitsbestimmungen für Schulen (insbesondere Bundesseuchengesetz zur Verhütung und Bekämpfungübertragbarer Krankheiten beim Menschen) anzuwenden.

Wirksamwerden

Vorstehende Schulordnung hat der Vorstand der Musikschule Unterföhring e.V. in seiner Sitzung am 05.12.2023 und Änderungen in der Sitzung vom 4. Februar 2025 beschlossen.

Sie gilt mit Wirkung ab 01.01.2024 und ersetzt die Schulordnung vom 11.07.2023.

Bankverbindung

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